Folgen für Gesundheit, Gesellschaft und Umwelt in der Schweiz ¶
Anhand von drei unterschiedlich extremen Klimaszenarien zeigt die WebApp auf, welche Auswirkungen Hitzewellen, langanhaltende Trockenheit sowie Starkregenereignisse auf die Umwelt und Gesellschaft in der Schweiz haben können, welche Wechselwirkungen und Kettenreaktionen dadurch ausgelöst werden können und welche Massnahmen und Lösungsansätze für den Umgang mit Extremereignissen vorliegen oder von der Forschung gegenwärtig entwickelt werden.
Häufig gestellte Fragen
Welche Wetterereignisse werden häufiger, stärker oder unberechenbarer, wenn sich das Klima weiter erwärmt?
Sowohl Starkregenereignisse wie auch Hitze und Trockenheit werden in der Schweiz öfter vorkommen und intensiver ausfallen.
Weil aber die Gletscher zunehmend verschwinden und weniger Schnee fällt, werden extreme Abflüsse oder Hochwasser in höheren Lagen in der zweiten Jahrhunderthälfte seltener. Zudem fliesst das meiste Wasser früher im Jahr ab, weil die Temperaturen zu einer früheren Schneeschmelze führen. In tieferen Lagen hingegen nehmen extreme Abflüsse zu und erhöhen das Hochwasser- und Überschwemmungsrisiko.
Temperaturen erreichen immer wieder Spitzenwerte; so wurde es 2026 in Basel 39.7 °C heiss! Lange Hitzeperioden und Tropennächte belasten Mensch und Tiere immer mehr. In der Schweiz betreffen die Auswirkungen von Trockenheit insbesondere die Landwirtschaft, aber auch die Wasserversorgung, Waldwirtschaft und die Umwelt.
Mehr dazu: Climate Change | WSL Extremes
Wo steht die Schweiz in der Klimakrise?
Die landesweite Mitteltemperatur im Sommer 2026 liegt aktuell 3,4 °C über der Referenzperiode 1991-2020 (MeteoSchweiz 2026). Tempo und Umfang der Klimaschutzmassnahmen reichen offensichtlich nicht aus, um den Klimawandel zu bremsen, aber es gibt Massnahmen: ipcc.ch/report/ar6/syr/downloads/press/IPCC_AR6_SYR_SlideDeck.pdf
Wie beeinflusst das extreme Klima die Gesundheit?
Hitzestress kann für ältere Menschen tödlich sein. Auch Schwangere und Kleinkinder sind besonders betroffen. Ebenso betroffen sind Tiere in der Nutztierhaltung sowie in der Natur. Bei Fischen und anderen Wasserbewohnern gefährden erhöhte Wassertemperaturen das Wachstum, die Fortpflanzung ,den Gesundheitszustand und somit das Überleben. Ebenso erhöht sich das Risiko von zecken- und mückenübertragenen Krankheiten. Siehe mehr Zahlen und Fakten:
NCCS-Impacts: Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit von Mensch und Tier
Was können Gesellschaften, Unternehmen und Staaten tun, um mit einem extremeren Klima umzugehen?
Das NCCS entwickelt nutzerzentrierte Klimadienstleistungen in verschiedenen Themenschwerpunkten. Diese dienen als Entscheidungshilfe für Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.Prioritaten setzen.
- Auswirkungen auf die Schweiz: https://www.nccs.admin.ch/nccs/de/home/klimawandel-und-auswirkungen/nccs-impacts/globale-wirkung.html
- Regierungen können Resilienz- und Anpassungspläne entwickeln. Bericht: Climate adaptation and resilience | OECD
- Individuen können vieles tun, um nachhaltiger zu leben, beispielsweise nachhaltiger reisen, essen und erneuerbare Energien nutzen. Mehr dazu: Act Now | United Nations