Tabletop Drought

Wie bewältigt der Schweizer Bevölkerungsschutz zukünftige Trockenheitsereignisse?

Dürreereignisse werden künftig häufiger und schwerwiegender auftreten und eine zunehmende Bedrohung für die Schweiz darstellen. Aufgrund der derzeitigen mangelnden Erfahrung im Umgang mit schweren Dürren in der Schweiz fordert Postulat 22.3007 eine Überprüfung der Kapazitäten des Zivilschutzsystems im Umgang mit klimabedingten Naturgefahren wie Dürre. Die daraus resultierende Fähigkeitsanalyse empfiehlt die Durchführung gemeinsamer Übungen.

Die Tabletop-Übung «Drought» verfolgt das Ziel, die Tauglichkeit des Schweizer Bevölkerungsschutzes zur Bewältigung von mehrjährigen Trockenheitsereignissen zu überprüfen. Dabei werden Mitglieder der Bevölkerungsschutz-Partnerorganisationen hypothetischen, aber realistischen extremen Dürreszenarien ausgesetzt, die vom WSL-Programm Extremes und dem Center for Security Studies der ETH Zürich entwickelt wurden. Dies ermöglicht die Überprüfung der aktuellen Strukturen, Prozesse und Ressourcen im Hinblick auf zukünftige Extremereignisse. Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich.

Im November 2024 wurde erstmals ein Planspiel zum Thema Dürre mit Zivilschutzpartnern durchgeführt. Anhand von vier kantonalen Dürreszenarien analysierten die interdisziplinären Teams die verfügbaren und zusätzlich benötigten Ressourcen zur Bewältigung einer anderthalbjährigen Dürre in der Schweiz. Die Übung zeigte, dass der Zivilschutz zwar personell, ausrüstungstechnisch und strukturell gut aufgestellt ist, die notwendigen Kanäle und Plattformen für die kantonale Zusammenarbeit und den Wissensaustausch jedoch noch verbessert werden müssen. 
 

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'Wie reagieren auf eine langanhaltende Trockenheit?'
Vincenz Bischof und André Baur. Magazin BABS 24/25. 1 Mai 2025.


Der vollständige Artikel von Bjoernsen et al., 2025.
Astrid Björnsen, Vincenz Bischof, André Baur, und Jurgena Kamberaj (2025). In A. Björnsen (Ed.), WSL Berichte: Vol. 164. Extremes (pp. 73-86).