Extreme Droughts in Mountain Regions ¶
Konzept ¶
Mit dem Klimawandel steigt die Wahrscheinlichkeit extremer Dürren in Gebirgsregionen, was ökohydrologische Systeme an ihre Grenzen bringen kann.
Projektbeschreibung
Das EMERGE-Projekt nutzte Beobachtungen und Simulationen, um die ökohydrologischen Auswirkungen vergangener und zukünftiger extremer Dürren in Gebirgsregionen – insbesondere in den Schweizer Alpen – besser zu verstehen. Die Ergebnisse helfen Gemeinden, Interessengruppen und politischen Entscheidungsträgern, sich auf die Herausforderungen dieser Ereignisse vorzubereiten.
Wichtigste Ergebnisse
- Mehrjährige Dürren werden weltweit intensiver, trockener und heisser und haben zunehmend negative Auswirkungen auf die Vegetation.
- Extreme Dürren in Gebirgsregionen können eine komplexe Kettenreaktion auslösen, darunter sowohl erhöhte als auch verringerte Evapotranspiration, abnehmende Abflussmengen, Bodenfeuchtigkeit und Schneebedeckung, Pflanzensterben und beschleunigtes Gletscherschmelzen. Dies schwächt die Pufferwirkung der Gletscher auf den Wasserhaushalt der Flüsse und Bäche.
- Im Vergleich zu den jüngsten Dürren könnten zukünftige Dürren in den Schweizer Alpen deutlich schwerwiegendere Auswirkungen auf die Vegetation und die Wasserverfügbarkeit haben.
Hauptprodukte und Ergebnisse ¶
- Ein hochauflösender globaler Datensatz standardisierter Dürreindizes (Chen et al., 2024).
- Ein hochauflösender Datensatz mit Klimadaten für die Schweiz (Zilker und Karger, 2025).
- Eine hochauflösende Bodenfeuchterekonstruktion für die Schweiz (Kontakt Álvaro Ayala).
- Ein hochauflösender Datensatz mit Klimavariablen während extremer Dürren in der Schweiz (Kontakt Franziska Zilker).
- Ein hochauflösender Datensatz mit ökohydrologischen Simulationen extremer Dürren in der Schweiz (Kontakt Michael McCarthy).
Laufende und zukünftige Projekte ¶
- Das EU-Projekt Water4All MegaWat, koordiniert von Francesca Pellicciotti am ISTA in Österreich, simuliert extreme Dürren und zukünftige Megadürren auf europäischer Ebene. Dirk Karger von der WSL ist Co-Projektleiter.
- Das schweizweite Gemeinschaftsprojekt SPEED2ZERO simuliert zukünftige Klimaextreme, um den Übergang der Schweiz zur Klimaneutralität zu unterstützen. Dirk Karger, Franziska Zilker und Michael McCarthy von der WSL gehören zum Forschungsteam.
- Das Projekt Echoes, das Klimafolgenszenarien durch ganzheitliche Erfahrungen wissenschaftsbasierter audiovisueller Kunst für die Öffentlichkeitsarbeit in der Schweiz erforscht, unter der Leitung von Sophie Falkeis und Dirk Karger, fördert den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zum Thema extreme Dürren mithilfe audiovisueller Kunst.